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Bilanzprüfung 4

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SchwachSuper 
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Ohne Nachweis kein Testat !

Die Prüfungsnachweise sind Informationen in Form von mündlichen oder schriftlichen Auskünften, sind Auswertungen von Originalunterlagen, vertrauenswürdigen Gutachten, sind eigenständige Rechenoperationen (wie Impairmenttests), Plausibilitätsüberlegungen und vieles mehr (Prüfungstechniken). Diese Informationen müssen darauf ausgerichtet sein, dem Prüfer ein Urteil mit hinreichender Sicherheit zu ermöglichen, damit keinem „richtigen“ Abschluss, Lagebericht oder der Buchführung das uneingeschränkte Testat verweigert wird.

 

Genauso wichtig ist es aber, dass der Abschlussprüfer keinem falschen Abschluss die Richtigkeit bestätigt, mit dem der Vorstand die Öffentlichkeit in die Irre führen kann. Damit die interessierte Öffentlichkeit einigermaßen Art und Umfang der Prüfung bei den jeweiligen Berichtselementen abschätzen kann, gibt es seit 1998 umfangreiche Regeln für die Durchführung der Abschlussprüfung, die IDW Prüfungsstandards.

Die Prüfungsnachweise müssen ausreichend in der Zahl und angemessen im Inhalt sein.
Die IDW Standards verlangen, die Abschlussprüfung nach dem risikoorientierten Prüfungsansatz durchzuführen (IDW PS 261). Dieses Vorgehen gliedert sich in drei Phasen.

  1. Risiko-Identifikation 
  2. Risiko-Klassifikation
  3. Restliche Prüfungshandlungen als Reaktion auf die Risikobeurteilung.

Bei der Bearbeitung der Phase 1 ist der Abschlussprüfer verpflichtet, die unternehmens- und prüffeldbezogenen Risiken ausfindig zu machen und das Vorhandensein wirksamer Kontrollen im Unternehmen festzustellen und zu überprüfen (Funktionsprüfung). Dabei hilft dem Abschlussprüfer sein Business-Understanding. Der Prüfer muss das Business verstehen, sonst muss er sich von der Prüfung fernhalten. Mit den Erkenntnissen aus Phase 1 gelangt der Prüfer zur Phase 2. Unter den wesentlichen Gesichtspunkten teilt er die erkannten Risiken der Rechnungslegung in drei Klassen ein:

  • bedeutsame Fehlerrisiken,
  • Massenrisiken und 
  • sonstige Risiken.

Mit der Zuordnung zur Risikoklasse bestimmt der Prüfer gleichzeitig auch die weiteren Prüfungshandlungen, zum Beispiel die Funktionsprüfung. Diese sind bei allen bedeutsamen Fehlerrisiken erforderlich. Auch bei Massenrisiken, die zwar für sich allein kein Risiko darstellen würden, aber in der Summe große Probleme bereiten können, sind Funktionsprüfungen anzusetzen. Die sonstigen Risiken betreffen solche Probleme, die sich aus Betrug und Täuschung ergeben können und an den Aufsichtsrat berichtet werden müssen.

Dies alles wird in der Prüfungsstrategie zusammengefasst. Mehr als die Hälfte seiner Zeit verbringt der Prüfer mit diesen analytischen und planerischen Arbeiten. Der Einstieg entscheidet über das Gelingen oder Nichtgelingen der Abschlussprüfung. Eine falsche Risikoeinschätzung ist im Verlauf kaum mehr aufzuholen oder zu korrigieren, denn die Prüfungszeiten sind in aller Regel limitiert, da die nächste Prüfung bereits wartet. Dieser sogenannte risikoorientierte Prüfungsansatz ist seit der Einführung der Prüfungsstandards vor über 10 Jahren vorgeschrieben. Dass die Prüfer das Geschäft des Unternehmens nicht nur kennen, sondern auch verstehen müssen, verleiht den Prüfern hohe Planungs-, Prüfungs- und dann auch Urteilssicherheit.

Dr. Krommes - 1200 Seiten Qualität.

Den vollständigen Artikel finden Sie mit allen Fußnotenaus im wp.net Magazin 2011.
Sie können in hier auf der Site ansehen (im Top Menü Magazin 2011) und hier als PDF Dokument herunterladen

   

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