Saal Oppenheim - Bilanz in Schieflage
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- Kategorie: Blog Wirtschaftsprüfung
- Geschrieben von Michael Gschrei
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Die von den Eigentümern selbst in den finanziellen Abgrund geführte Kölner Privatbank ist inzwischen von der Deutschen Bank übernommen worden. Die Werthaltigkeit der Kreditforderungen, im Zusammenhang mit dem schon 2008 in Schieflage befindlichen Arcandorkonzern, hat der Nachprüfung durch Deloitte nicht standgehalten.
Das gesamte Arcandor-Risiko in der Sal. Oppenheim Bankbilanz per Ende 2008 beziffert Deloitte auf mehr als eine Milliarde Euro. Die Wertberichtigung war um 300 Millionen Euro zu niedrig ausgefallen. Ein dreistelliges Millionendarlehen, das Sal. Oppenheim 2005 einer Gesellschaft namens ADG (Allfinanz Dienstleistungen GmbH) gewährt hatte, bezeichnet Deloitte als "Strohmann-Kredit". Die ADG, die dem Bankhaus nahestand, hatte das Darlehen an die Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz weitergereicht. Für den ADG-Kredit hatten - höchst bankunüblich - einige Oppenheim-Bankiers und ihre Ehefrauen persönlich gebürgt. Deloitte hält deswegen den Jahresabschluss 2008 von Sal. Oppenheim für falsch. Wurde geprüft, ob nicht auch die Vorjahresabschlüsse 2005 bis 2007 schon falsch gewesen sind? Sind nicht damals schon Strohmannkredite bilanziert worden?
Die Abschlussprüfertestate der KPMG sprechen eine andere Sprache, so auch das Testat vom 20.4.2009:
....“Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt"...
Auch bei Sal. Oppenheim hat die Prüferaufsicht und der Generalstaatsanwalt noch viel zu tun. Oder wird auch hier wieder das Legalitätsprinzip verhöhnt, wie es Rechtsanwalt Gerhard Strate zum IKB-Fall formulierte?
Den vollständigen Artikel finden Sie, mit allen Fußnoten, im wp.net Magazin 2011.
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